Lesung: Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive

+++ Neuer Termin +++

Lesung mit Lydia Lierke und Massimo Perinelli: Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive

am 10. März 2021 um 18:00 Uhr in Magdeburg

im Forum Gestaltung

eine Veranstaltung vom (un)Sichtbar – BIPoC Initiative und Antirassistischer Aktion Magdeburg

Der Mauerfall vor 30 Jahren bedeutete eine gewaltvolle Zäsur für migrantisches und jüdisches Leben in Ost und West. Während die einen vereinigt wurden, wurden die anderen ausgeschlossen. Das vorliegende Buch möchte ausgegrenzte Perspektiven auf die deutsch-deutsche Vereinigung wieder sichtbar machen und an die Kämpfe um Teilhabe in den 1980er Jahren, einschneidende Erlebnisse um die Wende und die Selbstbehauptung gegen den Rassismus der 1990er Jahre erinnern. So beinhaltet der Band Geschichten von Bürgerrechts-und Asylkämpfen ehemaliger Gastarbeiter*innen, von Geflüchteten in BRD und DDR, Beiträge über den Eigensinn von Vertragsarbeiter*innen, von damaligen internationalen Studierenden, über jüdisches Leben in Ost und West sowie über die Kämpfe von Sinti*zze und Rom*nja im geteilten Deutschland.
„Erinnern stören unternimmt also nicht nur eine Vermessung der problematischen Gedächtniskultur der deutsch-deutschen Geschichte, sondern ist vor allem ein Plädoyer für einen selbstbewussten antinationalen Aktivismus.“
Björn Hayer / konkret (Buch des Monats)
𝗘𝗿𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗶𝗺 𝗩𝗲𝗿𝗯𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗿𝘃𝗲𝗿𝗹𝗮𝗴 𝗕𝗲𝗿𝗹𝗶𝗻
Mit Illustrationen von Nino Paula Bulling und Burcu Türker

𝘌𝘪𝘯𝘦 𝘝𝘦𝘳𝘢𝘯𝘴𝘵𝘢𝘭𝘵𝘶𝘯𝘨 𝘷𝘰n Antirassistischer Aktion Magdeburg 𝘶𝘯𝘥 (un)Sichtbar – BIPoC Initiative 𝘔𝘢𝘨𝘥𝘦𝘣𝘶𝘳𝘨

im Rahmen der Antifaschistische Themenwochen Magdeburg 2022
𝗘𝗶𝗻𝗹𝗮𝘀𝘀: 17.00 Uhr
𝐁𝐞𝐠𝐢𝐧𝐧: 18.00 Uhr
𝗘𝗶𝗻𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁: frei
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Alle Veranstaltungen finden unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen und Verordnungen statt.
𝟮𝗚-𝗽𝗹𝘂𝘀-𝗘𝗶𝗻𝘁𝗿𝗶𝘁𝘁 für Genesene und Geimpfte mit einem Negativ-Testergebnis (max. 24 h alt).
Check in via luca App oder handschriftlich.
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Über die Herausgeber*innen:

LYDIA LIERKE, geboren 1990 in Hoyerswerda, ist Politikwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied der „Initiative 6. April“ in Kassel, unterstützt das Bündnis „NSU-Komplex auflösen“ und beschäftigt sich mit der Aufarbeitung deutsch-deutscher Erinnerungspolitik mit dem Schwerpunkt auf Migration.

MASSIMO PERINELLI ist Historiker. Er lebt und arbeitet als Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er ist Mitglied von Kanak Attak, Mitbegründer der Initiative „Keupstraße ist überall“ und hat das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ mitinitiiert. 2018 gab er den Band „Die Macht der Migration“ (2018) heraus.